Rösten zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts


Das Rösten oder auch Brennen, wie man dazu sagte, war damals eine aufwendige und anstrengende Tätigkeit. In unserer Rösterei wurde ein Kugel-Kaffeebrenner für ca. 20 kg Röstgut verwendet.

 

Solche Kugelbrenner gab es freihstehend für den Handbetrieb für 3 kg bis 10 kg Inhalt. Die Brenner für größere Mengen ab 10 kg waren mit Transporträdern ausgestattet. Auch gab es bei diesen Modellen einen sogenannten Probenzieher, um den Röstfortschritt während des Röstvorganges zu kontrollieren.

 

Die Emmericher Maschinenfabrik war damals sicherlich der bekannteste Hersteller von Kaffeeröstmaschinen. Ein wirklich gut erhaltener freihstehender Kugelbrenner dieser Fabrik kann künftig bei uns im FeigenCafe in Schrems besichtigt werden.

Kaffeeröster / Kugelröster / Kaffeebrenner / Emmerischer Maschienenfabrik
Kugel-Kaffeebrenner um 1900

Nach dem ca. zweistündigen Röstvorgang mussten die gerösteten Feigen möglichst rasch abgekühlt werden, um ein Anbrennen selbst außerhalb des Röstofens zu vermeiden. Dafür gab es spezielle Kühltische auf welchen man das noch heiße Röstgut ausbreitete, um möglichst rasch abzukühlen. Diese Kühltische waren mit kleinen Rädern versehen und konnten direkt unter die Röstkugel geschoben werden, um ein möglichst schnelles Entleeren zu gewährleisten.